KGZV Issigau

Zuchtvorbereitung bei Hühnern



Bevor ich mit der Zusammenstellung der Zuchtstämme beginne, muss ich eine Bestandsaufnahme von meinen Tieren machen. Was für Tiere habe ich zur Verfügung, welche Vor- und Nachteile zeigen diese Tiere.

Und dann sollte ich mir überlegen, was ich verbessern möchte. Muss ich die Größe von meinen Tieren verbessern, oder soll eine Zeichnung im Gefieder verbessert werden?

Wenn ich mir darüber im Klaren bin, kann ich mit der Zusammenstellung beginnen. Die Zuchttiere sollten sich gegenseitig ergänzen.

Verpaare ich „V“-Tiere mit „V“-Tieren bekomme ich in den seltensten Fällen wieder ein „V“-Tier. Das wäre zu einfach.

Mit der Zusammenstellung sollte frühzeitig begonnen werden. Laufen die Hennen noch mit einem anderen Hahn, muss bedacht werden, dass man erst nach mindestens 3 Wochen befruchtete Eier von dem neuen Hahn sammeln kann. Solange können sich die Spermien eines Hahnes halten.

Meist ist es auch so, dass sich die Hennen erst an den Hahn gewöhnen müssen und wenn der Zuchtstamm in einen neunen Stall kommt, auch erst an diesen. Aus diesem Grund kann damit gerechnet werden, dass ca. 4 Wochen die Legeleistung der Hennen stark nachlässt.

Ein besonderes Augenmerk gilt auch der Fütterung der Zuchttiere, mit der man schon einige Zeit vor dem sammeln der Bruteier beginnt.

Hier sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass das Futter ausgewogen ist und die Tiere mit ausreichend, aber nicht zu viel, Kohlehydrate, Eiweiß, Fett, Vitamine, Mineralstoffe, Rohfaser und Grit versorgt werden.

Auf das Verhältnis kommt es an. Nur von einem gut versorgten Elterntier kann ich gute Bruteier sammeln.

Auch eine Wurmkur einige Wochen vorher ist sinnvoll. Frisches und sauberes Wasser muss den Tieren stets zur Verfügung stehen.

Für befruchtete Eier spielt natürlich noch das Licht eine große Rolle. 8 Stunden Tageslicht reichen nicht aus, die Entwicklung der Hirnanhangdrüse zu stimulieren, welche die Geschlechtstätigkeit der Tiere steuert. Es empfiehlt sich über ein Lichtprogramm das Tageslicht auf 14 bis 15 Stunden zu verlängern. Idealer Weise beginnt der Tag früher.

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein - es ist in jedem Fall auf Sauberkeit und Hygiene zu achten. Auch im Legenest. Dadurch kann verhindert werden, dass die  Eier Kotverschmiert aus dem Nest geholt werden müssen.

Der Stall, sowie die Tiere müssen frei von Parasiten sein.

Ein weiterer wichtiger Punkt – Züchte nur mit gesunden und vitalen Tieren.

Dies ist ein kleiner Einblick zu einem so umfangreichen Thema. Aber die wichtigsten Punkte wurden angesprochen und wir wünschen allen Züchtern und denen die es noch werden wollen viel Erfolg und Spaß mit Ihren Tieren.